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Regierung plant Mindeststandard für die IT Sicherheit

Bundesregierung plant Mindeststandards für öffentliche EDV Sicherheit

Der Schutz der EDV im Internet ist im Grunde genommen eine wichtige Grundlage für die Arbeit von öffentlichen Einrichtungen wie Banken, Krankenhäusern oder Telekommunikationsanbietern. Laut einer statistischen Erhebung, die der Bundestag vor der Diskussion über die Einführung des neuen IT-Sicherheitsgesetzes führte, nutzen zwar rund zwei Drittel aller Einrichtungen die schnelle Internetverbindung via Glasfaser, doch gerade bei der Sicherheit im eigenen Netzwerk sind die getroffenen Maßnahmen oftmals nicht ausreichend. Mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz sollen jedoch Krankenhäuser, Telekommunikationsanbieter oder auch Banken zu einer besseren Sicherheit verpflichtet werden.

Cyberattacken wachsen an

Die Jagd im Netzwerk gilt vor allen Dingen einer Sache – dem Ausspionieren von Personendaten. Da zahleiche Betreiber von sogenannten „kritischen Infrastrukturen“ jedoch mittels Computer und Netzwerk die Personendaten händeln, zielt das neue IT-Sicherheitsgesetz der Regierung auf den besseren Schutz der sensiblen Daten ab. Demnach werden die Betrieber der gesetzlich dazu verpflichtet, jeglichen Cyberangriff auf die EDV dem BSI (Bundesamt Sicherheit Informationstechnik) zu melden. Unterlässt ein Betreiber von kritischen Infrastrukturen die Meldung, so drohen ihm Bußgelder in Höhe von maximal 100.000 Euro. Die große Koalition sprach in einer Regierungserklärung davon, dass es nicht einer gewissen Ironie entbehre, dass die meisten Unternehmen bei der Verbindung zum Internet ein hohes Maß an Priorität auf die Glasfaser Verbindung setze, jedoch bei der Absicherung der IT Anlage noch immer Nachholbedarf bestünde.

Öffentliche Einrichtungen müssen vor Hackern geschützt werden

Als kritische Infrastrukturen werden in erster Linie die Verbindungen von der Bundesregierung bezeichnet, die als wesentlich für das öffentliche Interesse angesehen werden müssen und deren Ausfall oder Störung für das öffentliche Leben dramatische Folgen haben könnten. In erster Linie betrifft dies die Telekommunikations- oder Energienetze, Börsen, Banken, Versicherungen sowie medizinische Einrichtungen und Verwaltungsbehörden. Auch Wasserversorgungs- und Verkehrsbetriebe fallen unter diese Rubrik. Obgleich es ein Faktum ist, dass zahlreiche Anbieter aus diesen Rubriken ihre Internetverbindung bereits durch führende IT Dienstleister aus Düsseldorf, Bochum oder Dortmund entsprechend schützen lassen, so gibt es noch immer einen drastischen Nachholbedarf. Die jüngste NSA-Affäre hat deutlich offengelegt, dass die Internetverbindungen und Rechner noch zu anfällig für Cyberattacken sind. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, dass es künftig für jede Firma einen Mindeststandard in puncto Sicherheit der IT geben soll, der zuvor vom BSI abgesegnet wird. Dieser Umstand könnte zu einer erhöhten Nachfrage an die entsprechenden Dienstleister führen, die diese Sicherheit im Rahmen von Serviceverträgen gewährleisten können. Obgleich die führenden Anbieter für eine entsprechende Sicherheit der EDV ihren Hauptsitz in Düsseldorf haben, so agieren die Dienstleister für gewöhnlich bundesweit. Die Mindeststandards für die Computer Sicherheit werden auch die Bundesbehörden betreffen, jedoch nutzt bei Weitem nicht jede Bundesbehörde die schnelle Glasfaser Verbindung für den behördlichen Internetzugang.

Da jedoch die Behörden wie das Bundeskriminalamt oder auch der Verfassungschutz aus einem separaten Topf Gelder für dieComputer Sicherheit erhalten verspricht sich die IT-Branche vom neuen Gesetz einen regen Auftragsschub so dass sich die Anbieter aus Düsseldorf und weiteren Großstädten Deutschlands über wachsende Umsätze für die kommenden Jahre freuen dürfen. Im Grunde genommen sind diese Maßnahmen jedoch überfällig, da die Statistiken deutlich belegen, dass sich die Attacken auf die öffentlichen Einrichtungen in den letzten Jahren massiv verstärkt haben.

2017-08-10T16:13:58+00:00

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